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Dienstag, 8. Mai 2018

Searching for the revolution

Vergoldetes Schamhaar - weitere Installationsansichten bitte hier abbiegen. Bildrechte: Möcking und Nehring 2018
oder aber der ästhetische Umweg über das Schamhaar des Rainer Langhans zu einem preiswürdigen Beitrag der künstlerischen Forschung heute.

Ausgeschrieben war zum 50jährigen Jahrestag von 68 der Mythos in seiner historischen Midlife Crisis - und beworben haben sich bundesweit Künstlerinnen und Künstler von Berlin über Beckum, Braunschweig, Osnabrück und Münster - sogar ehemalige Kieler sowie Neudüsseldorfer - kurzum viele frisch examinierte oder studierende und neuniedergelassene Berufsanfänger der Bildenden Künste.

Auf der Suche also nach der Revolution wurden Evelyn Möcking und Daniel Nehring in München fündig, als Sie nach einem vielstundenlangen Gespräch das Idol der sexuellen Befreiung Rainer Langhans - Mitbegründer der der Kommune 1 - davon überzeugen konnten, ihnen ein einzelnes Schamhaar für die künstlerische Forschung zu übergeben.

Der KunstVerein Ahlen sowie seine Jury bestehend aus Candia Neumann vom NoCube, Dirk Bogdanski vom Literaturmuseum Haus Nottbeck sowie Ruppe Koselleck, Konzeptkünstler und künstlerischer Leiter des Kunstvereins, kamen nach langer Beratung überstimmig zum Entschluß die profanierende Suche nach einem aufgeladenen Mythos mit dem ausgeschriebenen Preisgeld von
NEUNZEHNHUNDERTACHTUNDSECHSZIG EUROs auszuzeichnen.

Die zweiteilige Arbeit reflektiert auf eine ebenso komplexe wie unkonventionelle Weise einen Mythos von 68 - den der sexuellen Befreiung.

Installationsansicht in Ahlen - weitere Installationsansichten bitte hier abbiegen. Bildrechte: Möcking und Nehring 2018
Die Skulptur (Teil eins der Arbeit), dessen Zentrum ein mit Gold bedampftes Schamhaar der 68er Ikone Rainer Langhans bildet sowie eine Videoprojektion
(Teil zwei der Arbeit), die das Verfahren der Rasterelektronenmikroskopie (REM) nutzt.

Das Künstlerpaar beschreibt dazu wie folgt: "Beide Teile der Arbeit entspringen aus dem Verfahren der Rasterlektronenmikroskopie. So ist die Goldbedampfung Voraussetzung für die REM-Untersuchung des Objekts; die verschiedenen Einstellungsmodi sind Grundlage für die Auswahl des Bildausschnitts. Durch die Goldeinfassung und auratische Aufladung des Objekts erinnert der Prozess an Konservierung oder Transformation, vor allem aber an Sakralisierung, liegt doch am Ende – einer Reliquie gleich – ein ca. 3cm durchmessenes Artefakt vor.
Die Videoprojektion bildet hierzu einen Gegenpol: In nüchterner Manier wird das Schamhaar einer wissenschaftlichen anmutenden Betrachtung unterzogen; das Haar als Objekt erscheint auf den ersten Blick näher. Detaillierter. Gleichzeitig drängt sich das Verfahren selbst in der Vordergrund und abstrahiert den Blick auf das Haar."

Es gelingt den beiden auf eine herausragende Weise den Mythos 68, der mit seinem 50. Geburtstag in die Midlife Crisis kommt, ein ebenso abstruses wie scheinbar rationales Memorial zu setzen, der das Politsakrale eines Schamhaars soweit überdehnt, dass sie ihren eigenen Humor dabei brechen.

Weitere Installationsansichten bitte hier abbiegen. Bildrechte: Möcking und Nehring 2018
Der Film ist das Dokument einer technischen und abstrakten Annäherung an ein Schamhaar - er entwickelt dabei hochkomplexe Ästhetiken des Suchvorgangs, welche nur unter dem Elektronenraster sichtbar werden. 
Natürlich kann dabei das REM nicht etwas zeigen oder beweisen, was der rationale Verstand als sinnvolle Analyse auffassen könnte. Dennoch entwickelt sich entlang dieser "unsinnvollen" Analyse eine eigene Schönheit, an der alles "echt" ist und dennoch nichts einer wissenschaftlichen Wahrheitsfindung dient. 
Vielmehr provozieren die jungen Künstler mit dem Ethos des Wissenschaftlichen eine neue Aura - einen schönen Schein, der aussagefrei einfach pur und nur für sich selbst schön ist. Und sakral!

Wider dem Profanen ersteht dabei eine neuer Raum, der abgedunkelt, fast an eine kleine flimmernde Kapelle einer untergegangenen Revolte erinnert.

Wir gratulieren Möcking und Nehring für ihren wohlverdienten Preis und laden alle interessierten sehr herzlich ein, die Wettbewerbsausstellung im KunstVerein Ahlen zu besuchen.

Noch bis zum 10. Juni 2018 sind dort noch weitere sehr sehenswerte Arbeiten von den nachfolgenden Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, die wir im Verlauf der nächsten Wochen fallweise noch auf unserem Facebook-Account mit Text und Bild vorstellen werden.

How dare they try to end this beauty? from Julia Kiehlmann on Vimeo.


Videoarbeit: Felix Deufel // Julia Kiehlmann. How dare they try to end this beauty?

Anita Bruder | Anna Budina | Lisa Buskühl | Felix Deufel | Malte Frey | Kathrin Heyer | Amelie Hirsch | Julia Kiehlmann | Valentino Magnolo | Evelyn Möcking | Daniel Nehring | Aaron Rahe | Julian Reiser | Jasmin Richter | Lioba Schmidt | Marcel Schröder | Jona Sliwka

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und weisen besonders auf den 13. Mai 2018 hin, wenn um 16:30 Uhr Ost Ecke Weststraße in Ahlen die Performance:
stattfinden wird. 
Danach wird Amelie Hirsch im Kunstverein in ihrer Performativen Installation SCHAUMSCHLÄGER_IN tätig sein. Viele Gründe mehr nach Ahlen zu kommen.

Glück auf und herzliche Grüße
von Ruppe Koselleck und Gerd Buller
für den KUNSTVEREIN AHLEN


Die Ausstellung wurde gefördert durch die Sparkasse Münsterland Ost - das bevorstehende Performanceprogramm findet im Rahmen von Stadtbesetzung 2018 - Leerstand statt. Hier bedanken wir uns besonders beim Kultursekretariat Gütersloh für die Förderung der Aktionen im öR.


https://www.sparkasse-muensterland-ost.de






Dienstag, 17. April 2018

68 wird 89

Revolte und Revolution - hier Einladungskarte für einen Mythos - Andrea B. 2018
...oder aber nach der Revolte kam die Revolution und es folgte zum FÜNFZIGSTEN die Konfusion. ABER WIR ARBEITEN NOCH DRAN. 

Also: 68 WIRD 50 – ein Glückwunsch in der MIDLIFE CRISIS


Gut 30 aussagekräftige Bewerbungen nach Abzug von einigen ungültigen Eingaben gingen bei uns aus dem gesamten Bundesgebiet von Braunschweig über Bremen, Berlin, Beckum und Münster ein. Nach einer langen und vergnüglichen Jury mit Candia Neumann und Dirk Bogdanski stellten wir für die Ausstellung eine Gruppe zusammen, die endlich am
4. Mai 2018 um 19 Uhr

die Ausstellung mit uns feierlich eröffnen wird.

Weiter unten im Text veröffentlichen wir eine Künstlerinnen und Künstlerliste, die noch Überraschungen offen hält und zu der sich auch noch andere gesellen werden, die wir bislang telefonisch oder fernmündlich nicht alle erreichen konnten.

Ab 21 Uhr werden wir mit DJ Mike bei 60er/70er Jahre Musik unten im Saal in der Schuhfabrik weiterfeiern. Auch dazu laden wir Sie sehr herzlich ein.

50 Jahre BigMäc neben Veltins und westfälsicher Vorstadtmosche. Bernd Luthat 2018

aber nicht nur 68 wurde 50....die Mehrwertsteuer feierte ebenso ihr halbes Jahrhundert wie der BigMäc dito so. (vgl. Bild).

Und so warten wir nun voller Spannung auf die Preisverleihung um den 68er Preis, in dem der Kunstverein Ahlen folgende Künstler in der Ausstellung zeigt.

Anita Bruder | Anna Budina | Lisa Buskühl | Felix Deufel | Malte Frey | Kathrin Heyer | Amelie Hirsch | Julia Kiehlmann | Valentino Mangolo | Evelyn Möcking | Daniel Nehring | Aaron Rahe | Julian Reiser | Jasmin Richter | Lioba Schmidt | Marcel Schröder | Jona Sliwka

Nach einer Begrüßung durch Gerd Buller (Vorstand)
führt Ruppe Koselleck (Künstlerische Leitung) in die Ausstellung ein.
Es folgen Filme, Performances und es wird zur Party kommen!

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die gute Koopertion bei der Stadt Ahlen, dem BÜZ / Schuhfabrik sowie bei Rudolf Müller für den Support bei der Einladungskarte
und bei der Sparkasse Münsterland Ost für die besondere Unterstützung,
ohne die diese Ausstellung nicht zustande gekommen wäre.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Herzliche Grüße von Ruppe Koselleck und Gerd Buller
für den KUNSTVEREIN AHLEN


Die Ausstellung wurde gefördert durch die Sparkasse Münsterland Ost - das bevorstehende Performanceprogramm findet im Rahmen von Stadtbesetzung 2018 - Leerstand statt. Hier bedanken wir uns besonders beim Kultursekretariat Gütersloh für die Förderung der Aktionen im öR.


https://www.sparkasse-muensterland-ost.de

Dienstag, 20. März 2018

68 im laufender Wettbewerb

89 versus 68 - Revolution versus Revolte....oder aber 50 Jahre 1968 - ein Mythos in seiner historischen Midlife Crisis
Liebe Freundinnen und Freunde des laufenden Wettbewerbes,

ausgeschrieben sind 1968,- € für aktuelle künstlerische Arbeiten zum Mythos 68, der sein fünfzigsten Jahrestag im Mai begeht, wenn der Kunstverein Ahlen die Ausstellung eröffnet....

Alle Medien - alle Chancen.

bewerben können sich alle Kunst-Design-Architektur-Film und Artverwandten die aktuell studieren oder ihr Studium in den letzten fünf Jahren beendet haben....

DEADLINE ist der 25. März 2018 - PDF genügt.
Infohotline hier.

DIE DEADLINE VERLÄNGERT SICH SOMMERZEITBEDINGT UM DIE VERLUSTIGE STUNDE AUF HEUTE NACHT 1 Uhr... bis dahin können Sie noch PDFs an uns schicken. AUF GEHT´S!

Wir freuen uns auf Ihre und Eure Ideen.

Herzlichen Gruß von

Ruppe Koselleck
für den
Kunstverein Ahlen
Kunstverein Ahlen - auf Facebook bitte hier abbiegen.

Montag, 4. Dezember 2017

1968 Gründe für eine historische Midlife Crisis

Wenn 1968 FÜNFZIG wird und damit seine historische Midlife Crisis durchlebt, wird der Kunstverein Ahlen 30 werden - gemeinsam ergibt das dann ungefähr

Ein Stein ist kein Argument.
EINTAUSENDNEUNHUNDERTACHTUNDSECHSZIG
Gründe einen Wettbewerb auszuschreiben.

Der Wettbewerb richtet sich an aktuelle Kunst- und Designstudierende sowie Examinierte (bis fünf Jahre nach dem Studium).

Gefragt ist IHR künstlerischer oder postästhetischer, vielleicht sogar persönlicher oder partiell konzeptueller (.....) Bezug zum Mythos 1968.

Bedeutet 1968 im Jahre 2018 noch irgendetwas? Wenn ja, was? Und weiter: Haben Sie dazu ausstellungsfähige, diskutable Arbeiten zu jenem Mythos im Mai des vergangenen Jahrhunderts?

Ausgeschrieben sind  EINTAUSENDNEUNHUNDERTACHTUNDSECHSZIG Euro (€: 1968,00,-) zur Vergabe eines Preises am 4. Mai 2018, 19 Uhr im Kunstverein Ahlen.

Eine Fachjury wird den Preis ausloten. Zu der Jury gehören neben Ruppe Koselleck, als Künstlerischen Leiter des Kunstvereins, Candia Neumann, Künstlerin, Kuratorin und Projektraumleiterin des NoCube sowie Dirk Bogdanski, experimenteller Ausstellungsmacher und Kunstermittler vom Literaturmuseum in Nottbeck.

Ob wir uns auf einen Preisträger einigen können oder ob der Preis geteilt wird, liegt in der Entscheidungskompetenz der Jury.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bitte reichen Sie ONLINE bis zum 25. März 2018 ein aussagekräftiges PDF mit Abbildungen Ihrer Arbeit/ Ihres Projektes zum Mythos 1968 ein.

DIE DEADLINE VERLÄNGERT SICH SOMMERZEITBEDINGT UM DIE VERLUSTIGE STUNDE AUF HEUTE NACHT 1 Uhr... bis dahin können Sie noch PDFs an uns schicken. AUF GEHT´S!

Ein Lebenslauf und gegebenenfalls Ihren Akademiebrief / Zeugnis einer Hochschule (Design, Architektur, Film, Medien und artverwandte...) senden Sie ebenso an: info@kunstvereinahlen.de.

Postalische Bewerbungen richten Sie bitte an Ruppe Koselleck, Kunstverein Ahlen, Königstraße 7 in 59227 Ahlen. Es gilt der letztmögliche Poststempel vor dem 25. März 2018.

Weitere Informationen, Anregungen finden Sie auf einem der Flyer zum Wettbewerb hier:

EIN ARGUMENT IST KEIN STEIN.

Wir freuen uns sehr über Ihre Bewerbungen und eine spannende Ausstellung zwischen historischen Staub und revolutionärem Starkult - zum Mythos 1968.

Vom Farbkleks bis zur Performance, von der klassischen Flachware über die Plastik bis zum Flugblatt in der Ahlener Fußgängerzone (.....)

NOCH IST ALLES (und nichts) DRIN!
Bewerben Sie sich!

Es dankt für Ihr Interesse.

Ruppe Koselleck
für den
Kunstverein Ahlen
Kunstverein Ahlen - auf Facebook bitte hier abbiegen.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Ein Argument ist kein Stein

Abbildung des Originalflyer 2017... für EIN ARGUMENT IST KEIN STEIN.
- Flyer im Originaltext - 

Künstlerinnen und Künstler!
1968 wird 50 – und damit ist die Revolte in ihrer historischen Midlifecrisis!
Eine Ausschreibung des Kunstverein Ahlen
(Gesucht ist Kunst - egal ob mit oder ohne Marx, Mao und Muff aus 50 Jahren)
Bevor Ché zum T-Shirt wurde und Revolutionen kein strategisches Marketing des gehobenen Produktplacements waren ….ja damals, da war NEUNZEHNHUNDERTACHTUNDSECHZIG denn…

EIN ARGUMENT IST KEIN STEIN
und es gibt 2018 Gründe sich mit 1968 zu befassen…………
…als sich die Stadtguerilla Kiesel um Brocken noch vom Kopfgestein ernährte und dieselben Steine Flügel bekamen, …als unter dem Pflaster noch der Strand lag und irgendwo zwischen Kiffen, Karl May und Karl Marx sich ein explosives Gemisch entwickelte, das sich gegen das wohlanständige NS-und Nachkriegsdeutschland / Europa und natürlich die ganze Welt erheben sollte. Der Mai 1968 ist ein Mythos aus Zeiten als Polizisten noch Marihuanna mit Oregano verwechseln konnten, Napalm auf Viet-Nam niederging und russische Panzer den Prager Frühling niederrollten
…oder die Pille begann die Bevölkerung zu kippen und der Sex sich vom Anstand und der Fortpflanzung getrennt hatte.
Der Kunstverein Ahlen will mit einer Ausstellung ihres AKTUELLEN BEZUGES von HEUTE das VORGESTRIGE GESTERN VON 1968 feiern!
Ausgeschrieben sind ebenso freie wie maximal anspielungsreiche künstlerische Transformationen zu Symbolen und Mythen der 68er… Alles ist zugelassen vom fingierten Flugblatt bis zum Farbklecks, vom Foto bis zur Installation, vom Video in den a sozialen Netzwerken bis zur traditionellen Malerei…. wir arbeiten an einer künstlichen und künstlerischen Show zum Mythos im Mai 1968 und was davon überblieb…. 
Einsendeschluß: 25 . März 2018, Poststempel oder Posteingang bei info@kunstvereinahlen.de
PDF, Kurzer Lebenslauf, Konzept und Realisierungsplan / Etat 
Senden Sie bitte ein aussagekräftiges Konzeptpapier (PDF reicht!) Ihrer Idee zu.

Ausgeschrieben ist die Teilnahme an der Ausstellung sowie ein Preisgeld von 1968 €, den eine Fachjury vergeben wird. (Die Jury wird auf den Seiten des kunstvereinahlen.de bekanntgegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.) 
Die Ausstellung einer Auswahl eingereichter Arbeiten 
findet vom 04.05. – 10.06.2018 im Kunstverein Ahlen statt.
Der Wettbewerb richtet sich an Junge Studierende an Kunst- und Designhochschulen sowie Hochschulabgängern bis 5 Jahre nach dem Studium (!), daher ....Zeugnis miteinreichen, DANKE,


NOCH IST ALLES (und nichts) DRIN!


Bewerben Sie sich!

Es dankt für Ihr Interesse.

Ruppe Koselleck
für den
Kunstverein Ahlen
 - auf Facebook bitte hier abbiegen. 
KunstVerein Ahlen e. V. | Königstr. 7 | 59227 Ahlen |E-Mail: info@kunstvereinahlen.de

Finissage in Ahlen

Liebe Freundinnen und Freunde des KunstVereins ,  ( English below) zur Finissage der laufenden Ausstellung  Among The Trees - A Field Trip ...