Freitag, 7. Dezember 2018

Wege aus dem malerischen Sumpf

Ausschnitt aus der Einladungskarte, MALEREI 18


Liebe Freundinnen und Freunde des KunstVerein Ahlen,

die Finissage der laufenden Ausstellung Malerei 18 findet am 13. Januar 2019 um 11:30 Uhr im KunstVerein Ahlen, Königstraße 7 statt.

Wir begehen die Finissage mit einem Künstlergespräch mit Salomé Berger, Charlotte Frevel, Lara Kaiser und Jona Sliwka und feiern gemeinsam den von der Kunstakademie Münster herausgegebenen druckfrischen Katalog zur Ausstellung vor Ort.

Unter dem Hashtag
#malerei18
können Sie Bilder der Ausstellung, dem Aufbau und dem drumherum einsehen. Weiter unten können Sie den offiziellen Text und die verzweigten Wege aus dem malereischen Sumpf einsehen.

Bis also zum 13. Januar
einen guten Start in das Jahr 2019 wünscht Ihnen herzlich
Postanschrift:   Königstraße 7  -  59227 Ahlen  -  info@kunstvereinahlen.de  -  02382 3511

Presseerklärung zu M18:

Wege aus dem malerischen Sumpf:
Kunstverein Ahlen präsentiert aktuelle Positionen aus der Kunstakademie Münster

Ausschnitt aus der Einladungskarte, MALEREI 18
„Malerei“ ist der Titel einer Ausstellungsreihe der Kunstakademie Münster, in der jährlich vier malerische Positionen von Studierenden vorgestellt werden. Gezeigt wird die Ausstellung außerhalb von Münster an wechselnden Orten in Westfalen. Dieses Jahr ist der Kunstverein Ahlen Gastgeber. Ziel der Ausstellung ist es, das Medium der Malerei, wie es sich selbst immer wieder in Frage stellt und auch erneuert, zu präsentieren. Es soll gezeigt werden, wie Malerei bei allem technischen Fortschritt der künstlerischen Medien und trotz aller Diskussionen bei sich bleibt, zugleich an den zeitgenössischen Entwicklungen teilnimmt und daraus eine Zukunftsperspektive entwickelt. Darüber hinaus ist die Reihe ein Kooperationsprojekt mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zur Förderung der Kulturarbeit in Westfalen und wird durch den LWL großzügig unterstützt.

Salomé Berger, Charlotte Frevel, Lara Kaiser und Jona Sliwka, heißen die KünstlerInnen, deren Werke nach Meinung der Jury eine herausragende Qualität besitzen und deshalb für die aktuelle Ausgabe der Ausstellung ausgesucht wurden. Die Positionen zeigen ein weites Spektrum dessen, was Malerei heute sein kann:
Salomé Bergers verführerische Pool-Szenerien zeugen von großem malerischem Können und fordern den Betrachter mit ihren vielfachen kulturgeschichtlichen Bezügen und raffinierten Kompositionen heraus. Ihre Motive scheinen von Luxus und gutem Leben zu berichten, doch die Unbelebtheit der Orte lässt zugleich Zweifel aufkommen und frösteln – trügt das vermeintliche Paradies?

Ausgangspunkt für die Arbeiten von Charlotte Frevel sind Fotografien aus eigenen, Beständen, Flohmarktfunden, Fotoblogs und Bilddokumenten, die in Form einer digitalen Collage zusammengeführt und weiter verfremdet werden. Daraus entsteht eine Malerei, die häufig ein privates Idyll inszeniert, das dem Betrachter seltsam bekannt, fast wie eigene Erinnerungen vorkommt, „doch unter den malerischen, zuweilen intransparenten Farbstrukturen und -schlieren scheint sich etwas Unheilvolles zu verbergen. Die malerisch inszenierten Situationen entwickeln sich zu Szenarien mit latent wahrnehmbarer apokalyptischer Qualität“ (Uwe Schramm),

Lara Kaisers Arbeiten scheinen simpel – sie zeigen Dinge: Türen mit Türklinken, Wände, Fußböden, Treppenstufen, ein Badezimmer mit einer Wanne, Fenster und einen Vorhang, ein Bett in einer Dachkammer. Doch eigentlich geht es um die essentiellen Dinge der Malerei: Pinselstriche, Farben, Schatten, Licht. Bei längerer Betrachtung scheinen sich die Farben aus den Dingen zu lösen und „all die Dinge, die zunächst in Distanz vor Augen standen, verwandeln sich allmählich zu Empfindungen“ (Erich Franz).

Die Bilder von Jona Sliwka wiederum „sind voller leiser Komik“ befindet Jens Bülskämper in seinem Katalogtext. Was zuweilen wie zufälliges „Geschmier“ wirkt entpuppt sich als „humorvoller Remix malerischer Gesten und Figurationen einer spezifisch deutschen Malereigeschichte“. Gleichzeitig entwickelt Sliwka „in seinen jüngsten Bildern eine strategische Offensive, wie aus dem malerischen Sumpf in eine heutige Bildwelt hinauszufinden wäre“ (Jens Bülskämper).

Die TeilnehmerInnen für die „Malerei“-Reihe werden jedes Jahr in einem mehrstufigen Verfahren durch eine Jury ausgewählt, die aus den Professoren Dr. Erich Franz und Dr. Ferdinand Ullrich (beide Kunstakademie Münster), Heike Herold (LWL) und der künstlerischen Leitung des jeweiligen Ausstellungsortes – in diesem Jahr der freie Künstler und Kurator Ruppe Koselleck – besteht.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Umfang von 88 Seiten, der zur Finissage am 13. Januar, begleitet von einem Künstlergespräch, im Kunstverein Ahlen vorgestellt wird

 

Finissage mit Künstlergespräch und Katalogvorstellung: 13.01.2019 um 11:30 Uhr
Laufzeit: 15.12.2018 – 13.01.2019
Öffnungszeiten:
Freitag 16.00 – 19.00 Uhr
Samstag 16.00 – 19.00 Uhr
Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Tel.: 02382 3511
info@kunstvereinahlen.de

Kontakt Presse:
Martin Lehmann
Pressesprecher Kunstakademie Münster
Tel.: 0251 / 83 61061
martin.lehmann@kunstakademie-muenster.de

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