Sonntag, 17. Juni 2018

Strategische Sammlungen

Einladungskarte . Abbildung Staubentnahme in der Academie des Beaux artes - Paris 2018
Liebe Freundinnen und Freunde des KunstVerein Ahlen,

wenn am 29. Juni 2018 um 19 Uhr die Strategischen Sammlungen öffnen werden, dann treffen dort mit Robert Porth, Brandstifter und Wolfgang Stöcker drei unterschiedliche Sammlungskonzepte aufeinander, wie sie abweichender nicht sein könnten.



Robert Porth - als Gründer des The Polly Pocket Museum of Modern Art - sammelt Arbeiten von Künstler*innen, denen er als Architekt zuvor einen eigenen Raum für ihre Arbeit gebaut hat. Ein kubikzentimeter kleiner Raum, der immer eine Polly Pocket als ständigen Beobachter hat. Eine ergo niemals einsame Ausstellungssituation - denn es gibt immer einen, der sich die Kunst betrachtet. Die Polly. Porths Sammlungskonzept koketiert dabei natürlich mit der großen Schwester in New York - dem MOMA - und löst dabei das parasitäre Namensverhältnis nach Amerika auf einem sehr hohen Niveau auf oder ein, und zeigt Künstler wie Taewoo Kang, Selena Savic, Mike und Dirk Löbbert oder Nina Preisendorfer.

Als Spezialgast des Abends zeigt der BERLINER KUNSTVEREIN, der den einzigen Wechselausstellungsraum des PP-MoMA betreibt, eine besondere Arbeit von Timm Ulrichs und greift damit die Berliner Antwort des Porth auf New York auf eine überraschende Weise auf.



Brandstifter - als Leiter der Brandstiftung und Begründer der Asphaltbiblioteque - widmet sich seit gut zwanzig Jahren der inten- wie extensiven ästhetischen Analyse kultureller Relikte, die sich auf dem Boden befinden. Bei uns zeigt der Mainzer Konzeptkünstler seine Sammlung aus New York aus dem Jahr 2009 und stellt seine hasardistischen Systematiken rund um verlorene Zettel vor. Strategisch sucht auch der aktuelle Klosterstipendiat in Gravenhorst die ironisch gebrochene und anti-auratische Nähe nordamerikanischer Bedeutsamkeit.

Archivstempel, Signatur und Unterschrift des DEUTSCHEN STAUBARCHIVs aus Köln






Ganz anders das DEUTSCHE STAUBARCHIV, welches sich der Sammlung und Verwertung von Kulturstaub und extrem partikulärem Resten relevanter Orte oder Ortungen widmet.
Dr. Wolfgang Stöcker widmet sich dabei der Archivierung nationaler wie internationaler Stäube und zeigt erstmalig den kompletten Jahresstaub des Museum Ludwig aus Köln. Seine sorgfältigen Transformationen stellen dabei ebenso saubere wie schmutzige Fragen eines musealen Status am Rhein. Ob dabei allerdings Stäube von sich aus anti-auratisch wirken? Oder sogar gegenteilig in hyper-homöopathischen Dosen gerade zu eine Vergoldung unseres Ausstellungsraumes in der zweiten Etage einer alten Schuhfabrik bewirken werden?

Man wird sehen! Nein - sie sollten das selber sehen und überprüfen!

Kommen Sie also am 29. Juni 2018 um 19 Uhr nach Ahlen in die Königstraße 7 -

Sie werden es keinesfalls bereuen!


Herzlichen Gruß von

Ruppe Koselleck

Künstlerische Leitung für den KunstVerein Ahlen
- auf Facebook bitte hier abbiegen.

Im Kontext von 30 Jahre KunstVerein Ahlen setzen wir die Reihe #MagnetischeTranslokationen fort. Sie können vor Ort magnetische Arbeiten aus der Vereinsgeschichte erwerben.

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